Freitag, 10. Januar 2014

Stille Nacht

Kaum zu glauben, aber wahr: Die vorfreudig herbeigesehnten Festtage sind wie im Fluge vergangen. Schon müssen wir nicht mehr nur einmal, sondern dreihundertachtundvierzigmal wachwerden, bis es, heißa!, wieder Weihnachtstag ist. Aber das Wichtigste, nämlich die wunderschönen Erinnerungen, ist geblieben. Trotz der fast frühlingshaft warmen Temperaturen war es ein zauberhaftes, glitzerndes, unglaublich lustiges Fest mit herrlichen Geschenken und noch viel mehr Gelächter - so, wie Weihnachten sein muss!
Am Weihnachtsmorgen wird  eserst einmal spannend: Der Flug von Berlin nach Stuttgart steht an! Wenn jetzt bloß alles gut geht, der Flieger pünktlich ist und ich nicht aus unerfindlichen Gründen für ein Mitglied einer terroristischen Vereinigung gehalten und verhaftet werde! Ah, und Zuspätkommen - die wohl größte und auch realistischste Sorge. Aber nein, die Straßen sind frei, der Flieger pünktlich und der Flug wird sowieso komplett verschlafen. Und dann endlich ist es so weit: Landung in Stuttgart, die Türen des Gates öffnen sich und das Empfangskomitee wartet schon...
 
Auch zuhause steht ein ganz besonderer Empfang bevor: Der Baum, wegen seiner überwältigenden Größe liebevoll "Grüner Riese" genannt, möchte geschmückt werden! Ist es nicht eines der schönsten Weihnachtswunder, dass man nichts weiter tun muss, als Glaskugeln an Äste zu hängen, und dass sich dadurch so ein einfacher Nadelbaum in das wohl prachtvollste Kunstwerk überhaupt verwandelt? Das schafft nur der Geist der gegenwärtigen Weihnacht!
Same procedure as every year! Weihnachten lebt von Traditionen, und auch in diesem Jahr dürfen unsere ganz persönlichen Familienbräuche nicht fehlen: Der abendliche Spaziergang, das Essen (Steak bzw. für mich Seitan mit Pfeffersoße, grünen Bohnen und Kroketten oder Rosmarinkartoffeln). Dann das gemeinsame Singen von Stille Nacht, Fotos vor dem Baum in allen möglichen Menschenkombinationen (alle per Selbstauslöser/die Familie/die "Jugend"...) - und dann endlich das Auspacken der Geschenke! Dieser kurze Moment absoluter Vorfreude, bevor das Papier zerreißt und seinen ganz bestimmt wunderbaren Inhalt offenbart, das ist für mich die Essenz des Weihnachtszaubers. Besonders schön in diesem Jahr: Wir lassen uns Zeit, jedes Geschenk wird einzeln ausgepackt und der Beschenkte dabei beobachtet. Denn die freudige Reaktion ist genauso schön wie selbst beschenkt zu werden!
 ...und der ganz besondere Höhepunkt der Stillen Nacht? Nicht eine, sondern gleich zwei wunderschöne Erzgebirgspyramiden geschenkt zu bekommen! Solch zauberhafte Zufälle gibt es eben nur an Weihnachten...
 In dem Sinne: Auch wenn Heligabend schon wieder vorbei ist, halten wir es mit den Worten des guten alten Ebenezer Scrooge:

"Ich werde Weihnachten in meinem Herzen ehren und versuchen, es das ganze Jahr über zu bewahren!"

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Berliner Weihnachtszeit


Was tun, wenn man zwei Tage vor Heiligabend allein zuhause ist? Keine Frage, hinaus in die Stadt und auf zum nächsten Weihnachtsmarkt! Da ist sogar das unweihnachtlich warme Klima gar kein Ärgernis, sondern lädt zum umso längeren Schlendern zwischen hell erleuchteten, herrlich duftenden Buden ein.
 Los geht's auf dem Umwelt- und Weihnachtsmarkt in der Sophienstraße nahe den Hackeschen Höfen. Eine ruhige, besinnliche Stimmung, Kunsthandwerk und veganes Essen sorgen für eine wohlige Atmosphäre, aber nicht weniger zauberhaft sind die kleinen Geschäfte in den umliegenden Straßen, vom Kerzenkeller bis zum Spielzeugparadies.
Auf dem Platz vor dem Roten Rathaus grüßt schon von weitem das bunt leuchtende Riesenrad. Zwischen gemütlichen kleinen Buden und vielen, vielen Besuchern führen einen die Schritte fast von selbst zu dem Rad aus Licht und niedlichen kleinen Kabinen, die dem Namen "Bayerisches Riesenrad" alle Ehre machen.
Und dann geht es hinauf, hoch über die Weihnachtslichter und die bunt strahlende Eisbahn um den Neptunbrunnen. Einen Gruß an Bruder Riesenrad vom Weihnachtsmarkt am Alexa, ein Blick zum Fernsehturm, der mit dem rötlichen Widerschein in den Kabinenfenstern fast wie eine riesige Fackel wirkt. Wie kann man da noch aufhören, von einem Ohr bis zum anderen zu lachen und mit all den Lichtern um die Wette zu strahlen? Unter einem blitzt und blinkt das Kettenkarrussel, auf dem man bald schon unter dem Fernsehturm dahinfliegen wird, da warten die große Erzgebirgspyramide und noch so viele Buden, die es zu erkunden gibt. Das ist der Stoff, aus dem Weihnachtszauber gemacht ist!

Sonntag, 22. Dezember 2013

Oh Tannenbaum...

Unser Baumi und der Rest der Wohnung erstrahlen im festlichen Glanz. Im Adventskalender wartet jeden Tag eine neue Überraschung und am Fenster leuchtet der Weihnachtsstern...